Februar 2014
Ein kalter Wind weht durch den Bahnhof in einer Kleinstadt.
Ein herannahender Zug und ein Mensch, der
keinen Ausweg mehr sieht.
Was an diesem Bahnsteig wie ein einziger dunkler Moment wirkt, beginnt nicht dort. Es beginnt viel früher. Mit einer Investition, gefolgt von einem Betrug und einer Kette aus Entscheidungen, die anfangs harmlos aussehen.
Bis irgendwann ein Stein den nächsten stößt. Bis das Büro aufgegeben wird, die Mitarbeiter gehen, die Beziehung zerbricht, die Wohnung gekündigt wird. Bis das Vertrauen weg ist, auch das in mich selbst.
Dann ist da diese leise Stimme: „Daddy, ich brauche dich noch.“ Und mit einem Satz kehrt die Realität zurück. Nicht sanft, sondern mit voller Wucht.
Was danach kam, war nicht das alte Leben, sondern ein neues. Ein Weg, der mich von einem Bahnsteig der Hölle bis an einen ruhigen Ort in Zypern geführt hat. Heute begleite ich Menschen an genau den Stellen, an denen ich damals allein war. Nicht weil ich angekommen bin, sondern weil ich weiß, dass der Weg trägt.
Ich wurde beinahe gebrochen, aber ich bin es nicht. Und du auch nicht.